Altersabsicherung über eine Pflegerentenversicherung

Viele Menschen denken beim Thema Pflege eines Angehörigen direkt an den hohen Aufwand einer notwendigen Versorgung, die hohe Kostenbelastung und die nicht ausreichende Leistung der gesetzlichen Pflegeversicherung.

Der demographische Wandel sorgt für kontinuierlich steigende Zahlen pflegebedürftiger Menschen, während sich parallel auch die Pflegekosten jährlich verteuern. Die Kosten für z.B. eine stationäre Pflege liegen bereits heute nicht selten zwischen 3000,- € und 4000,- € im Monat, wovon die gesetzliche Pflegeversicherung derzeit nur 2091 € übernimmt.

In diesen Fall liegt die private Vorsorgungslücke zwischen 909,- € und 1.909,- € monatlich. Bei einer angenommenen durchschnittlichen Vorsorgungslücke von monatlich 1.400.- €, liegt der Eigenanteil bei jährlich 16.800,- € (ohne Berücksichtigung zukünftiger Preissteigerungen und Werteverlust / Inflation).

Aufgrund der immer besser werdenden medizinischen Versorgung und dem medizinischen Fortschritt, steigt auch die Dauer der durchschnittlichen Pflegezeit. In 10 Jahren ergeben sich so schnell Lücken von über 150.000,- €.

Eine private Pflegerentenversicherung setzt genau an dieser Stelle an, indem die nicht ausreichenden Leistungen der gesetzlichen Pflegeversicherung ergänzt werden. Erst die Kombination aus gesetzlicher und privater Pflegeversicherung ermöglicht eine nahezu volle Kostendeckung im Pflegefall.

Leistungen der Pflegerentenversicherung

Der Leistungsumfang einer privaten Pflegerentenversicherung wird individuell beim gewünschten Versicherer vereinbart. Eine wichtige Rolle bei der Höhe der Leistungen spielt der festgestellte Pflegegrad. Hier gilt: Je höher der Pflegegrad, desto höher die Pflegerente. Auf Wunsch kann eine Dynamik festgelegt werden, die die zukünftige Inflation und den Kostenanstieg abfedern kann. Die Leistungen erhöhen sich dann jährlich automatisch ohne eine erneute Gesundheitsprüfung. Es ist nicht maßgeblich, ob die pflegebedürftige Person häuslich oder stationär gepflegt wird.

Neben der Zahlung einer monatlichen Pflegerente beinhaltet die Pflegerentenversicherung je nach Tarif auch die Möglichkeit, im Todesfall eine Kapitalleistung oder für den Fall einer Kündigung, die Auszahlung des Rückkaufswertes zu erhalten.

Was kostet eine Pflegerentenversicherung?

Die Höhe der Beiträge hängt vom Eintrittsalter und dem erwünschten Leistungsumfang ab. Aus diesem Grund sind die Beiträge auch günstiger, wenn eine Pflegerentenversicherung in relativ jungen Jahren abgeschlossen wird. Einmal gewählt, bleibt die Beitragshöhe über die gesamte Vertragslaufzeit auf einem stabilen Niveau.

Es müssen keine Beitragserhöhungen befürchtet werden. Damit unterscheidet sich die Pflegerentenversicherung zu den Pflegekosten- bzw. Pflegetagegeldversicherungen, die über die Krankenversicherer angeboten werden. Die Zahlung wird jeden Monat vorschüssig geleistet, das bedeutet, der Versicherte erhält die Leistung jeweils zu Beginn des Monats. Die Rente ist unabhängig von den tatsächlich nötigen Aufwendungen.

Das heißt, das Geld kann nach Belieben verwendet werden (im Gegensatz zu den Geldleistungen der Pflegekostenversicherung). Somit können beispielsweise auch Angehörige damit bezahlt werden. Ebenso können die Kosten für eine ambulante oder eine stationäre Betreuung damit beglichen werden. Die Pflegerentenversicherung leistet lebenslang. Sie wird also bis zum Lebensende gezahlt, solange der Versicherte pflegebedürftig ist.

Vorteile Pflegerentenversicherung

  • stabile Beitragshöhe
  • Beitragsfreiheit bei Leistungsfall und finanziellem Engpass
  • weltweiter Versicherungsschutz
  • mit Todesfallleistung
  • Leistung auch bei Demenz
  • freie Handhabe über Pflegerente
  • bei Kündigung gibt es einen Anteil der Beiträge zurück
  • Beitragszahlung kann lebenslang oder zeitlich begrenzt werden


Nachteile Pflegerentenversicherung

  • vergleichsweise hohe Beitragskosten
  • Überschüsse sind nicht garantiert


Für die private Pflegeversicherung spricht also eindeutig die im Vergleich zur gesetzlichen Pflegeversicherung deutlich höhere Absicherung im Pflegefall. Eine finanzierbare Pflege durch ausgebildete Fachkräfte kann somit gewährleistet werden. Der finanzielle Druck innerhalb der Familie wird entschärft und das eigene Vermögen abgesichert. Als Fazit lässt sich festhalten, dass eine private Pflegeversicherung für die meisten Menschen eine sehr sinnvolle Absicherung darstellt.

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