Forderungsausfallversicherung - Zahlungsausfälle vermeiden

Wieso Unternehmer gerade jetzt auf eine Forderungsausfallversicherung setzen sollten

Der Industrieversicherer HDI rechnet damit, dass 2020 rund 50.000 Unternehmen insolvent gehen werden. Das sind mehr als doppelt so viele Fälle als im vergangenen Jahr. Einerseits führt das zu höheren Risiken von Forderungsausfällen, andererseits wird auch vermutet, dass die Bonität vieler Auftraggeber sinken wird.

Wie eine Forderungsausfallversicherung Firmen-Kunden vor einem derartigen Zahlungsausfall schützen kann und wieso ein Abschluss derzeit ganz besonders wichtig ist, haben wir kurz und knapp zusammengefasst.

Was ist eine Forderungsausfallversicherung?
Die Forderungsausfallversicherung – auch bekannt als Kredit- oder Warenkreditversicherung – schützt ein Unternehmen vor dem Ausfall von Forderungen und garantiert so eine stabile Liquidität. Konkret heißt das: Bleibt der Unternehmer aufgrund von unbestrittenen Forderungen, Nichtzahlungstatbestand oder insolvenzbedingter Zahlungsausfälle auf seinen Kosten sitzen, deckt die Forderungsausfallversicherung den Schaden bis zur ausgehandelten Deckungssumme.

Die Forderungsausfallversicherung zahlt dabei nicht nur den entstandenen Schaden. Sie bietet darüber hinaus grundsätzlich auch immer folgende Leistungen:

  • Bonitätsprüfung des zukünftigen Auftraggebers
  • Abwehr unberechtigter Ansprüche
  • Zahlung von Forderungsausfällen


Je nach Police können weitere Leistungen im Versicherungsschutz mitinbegriffen sein.

Wer sind die Zielgruppen für eine Forderungsausfallversicherung?
Eine Forderungsausfallversicherung benötigt grundsätzlich jeder Unternehmer, der für seinen Auftraggeber in Vorleistung tritt. Denn wird eine Dienstleistung im Voraus erbracht oder Ware auf Rechnung verkauft, besteht immer das Risiko eines Forderungsausfalls. Um im Falle einer Zahlungsunfähigkeit des Auftraggebers nicht selbst das finanzielle Risiko zu tragen, empfiehlt sich der Abschluss einer Forderungsausfallversicherung.

Besonders gefährdete Betriebsarten sind Lieferanten, Handel- und Handwerksunternehmen sowie Dienstleister.

Wir zeigen Ihnen drei gute Gründe auf, warum der Abschluss einer Forderungsausfallversicherung so wichtig ist und jetzt erfolgen sollte:

Die Police gilt nicht rückwirkend
Die Forderungsausfallversicherung deckt – wie die meisten anderen Versicherungen auch – nur Schadensfälle, die nach Abschluss der Police eingetreten sind. Schließt der Versicherungsnehmer die Police also erst nach Eintritt des Forderungsausfalls (also nach erfolgter Lieferung oder Leistung) ab, wird der Schaden nicht von der Forderungsausfallversicherung getragen.

Sinkende Bonität infolge von Corona
Zudem könnte die unsichere Wirtschaftslage den Abschluss einer Forderungsausfallversicherung in Zukunft erschweren. So gehen Experten davon aus, dass die Bonität vieler Auftraggeber infolge der coronabedingten Wirtschaftskrise rapide sinken wird. Ist die Bonität des Auftraggebers nicht ausreichend, kann der Versicherer die Forderungsausfalldeckung für diesen verweigern. Für kleinteilige Inlandsforderungen bieten einige Gesellschaften einen vereinfachten Versicherungsschutz (Blinddeckung) ohne Bonitätsprüfung. Diese bietet sich vor allem für Auftragnehmer an, die aufgrund der coronabedingten Bonitätsverschlechterung von Auftraggebern keine Deckung mehr erhalten.

Zeichnungsstopp aufgrund steigender Insolvenzzahlen
Ein weiteres Problem: Mit der wachsenden Zahl der Insolvenzen steigt auch die Zahl der Schadensfälle. Wird die Schadensquote zu groß, kann es schnell zu einem Zeichnungsstopp kommen. In diesem Fall ist der Abschluss einer Forderungsausfallversicherung nicht länger möglich. Ein ähnliches Schicksal ereilte bereits im März die Betriebsunterbrechungsversicherung. Auch hier verhängten die Versicherer im Zuge der erhöhten Schadensfallquote einen Zeichnungsstopp.

Schadensbeispiel: Forderungsausfall nach Insolvenz
Ein Unternehmen stellt seinem Auftraggeber eine Rechnung über 150.000 € für erbrachte Dienstleistungen aus. Trotz diverser Mahnschreiben ist kein Geldeingang zu verzeichnen. Kurze Zeit später stellt sich heraus, dass der Auftraggeber in der Zwischenzeit insolvent gegangen ist. Die Forderungsausfallversicherung kommt für den versicherten Betrag abzüglich des Selbstbehalts auf.

Fazit: Forderungsausfallversicherung noch vor einem möglichen Zeichnungsstopp abschließen
Tritt ein Unternehmer für seinen Auftraggeber in Vorleistung (z.B. Material), empfiehlt sich generell der Abschluss einer Forderungsausfallversicherung. Diese sichert den Versicherungsnehmer im Falle einer Zahlungsunfähigkeit seitens des Auftraggebers ab und stellt eine stabile Liquidität sicher. Falls derzeit noch kein Versicherungsschutz besteht, sollte dieser so schnell wie möglich abgeschlossen werden, da in den kommenden Monaten ein Zeichnungsstopp nicht auszuschließen ist.

Angebote und weitere Informationen zur Forderungsausfallversicherung erhalten Sie kostenlos bei uns. Sprechen Sie uns gerne an.

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